Bundesliga-Handballerinnen desinfizieren Einkaufswagen

Baden-Baden (cn) – Mit Mundschutz, Einweghandschuhen, Desinfektionsspray und Einwegtuch säubern Nathalie Kern und Franziska Manz die Haltegriffe der Einkaufswagen vor dem Lebensmittelmarkt in Steinbach.

Bundesliga-Handballerinnen desinfizieren Einkaufswagen

Die Kunden des Einkaufsmarktes in Steinbach schätzen den Dienst der Bundesliga-Handballerinnen. Foto: Nickweiler

Die beiden gehören zum Team der Spielgemeinschaft Steinbach/Kappelwindeck der Handballbundesliga-Damenmannschaft. Ein weiteres Duo der Handballerinnen desinfiziert die Griffe der Einkaufswagen vor dem Getränkemarkt, der sich auf demselben Areal befindet.

Die Besucher erkennen die Bundesligadamen sofort an ihren Trikots. „Die meisten freuen sich über unseren Service“, sagt Nathalie Kern. Auch wenn die Mimik durch die Maske verdeckt ist, würden die Augen deutlich signalisieren, dass die Leute freundlich seien, ergänzt Franziska Manz während sie gerade einen Einkaufswagen von einer Kundin zurücknimmt.

Ein „Danke“ ist mit einem gedämpften Ton hinter der Maske der Kundin zu vernehmen. „Hier duftet es aber frisch“, befindet ein Kunde aus Neuweier und streckt gleich seine beiden Hände aus, um sich diese besprühen zu lassen. Rasch kommen Kunden und Sportlerinnen miteinander ins Gespräch. „Schön, dass ihr das macht“, bekommen sie oft an diesem Tag zu hören.

Seit 8 Uhr morgens steht die erste Schicht der Handballdamen hier. Gegen Mittag rückt das nächste Team an. „Jetzt ist Schichtwechsel“, sagt Ella Knopf, die im B-Jugendteam mitspielt. Dann geht es Schlag auf Schlag: Desinfizierter Einkaufswagen rausziehen und den Kunden an die Hand geben und wieder die von den Kunden gebrauchten Wagen entgegennehmen, um auf ein Neues keimfrei zu säubern.

Inzwischen ist auch Trainer Arnold Manz vorbeigekommen. Er freut sich über den Einsatz der Bundesligisten. Dieser freiwillige Service ist ebenso für die nächsten Freitage und Samstage geplant.

Warum die Mädels dies machen? Roland Fischer vom Lebensmittelmarkt unterstütze die Mannschaft schon viele Jahre. „Jetzt können wir etwas zurückgeben“, sagt Jule Tränkel.