Betrügerische Absichten am Telefon

Baden-Baden (red) – Die Polizei warnt: Am heutigen Montagmittag ist es in Baden-Baden zu einer Häufung von Anrufen falscher Polizeibeamter gekommen.

Am heutigen Montag häuften sich Anrufe falscher Polizisten in der Kurstadt. Symbolfoto: Angelika Warmuth/dpa

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Am heutigen Montag häuften sich Anrufe falscher Polizisten in der Kurstadt. Symbolfoto: Angelika Warmuth/dpa

Zwischen 11.45 Uhr und 12.45 Uhr wendeten sich mehrere Bürger, unter anderem aus den Straßen Amselweg, An der Turnhalle, Hardbergstraße, Geroldsauer Straße, Schußbachstraße und Heubergweg, an die Polizei. „Sie alle hatten Anrufe falscher Polizeibeamter erhalten, wobei es nach bisherigem Kenntnisstand zu keinen erfolgreichen Betrugsdelikten kam“, heißt es in einer Mitteilung der (echten) Polizei. Die Angerufenen beendeten die Telefonate und informierten die Beamten über den Notruf 110.

Geschichten ähneln sich

Die von den Betrügern dargestellte Geschichte ähnelt sich laut Mitteilung meist: Eine Einbrecher- oder Räuberbande sei in der Umgebung festgenommen worden, jedoch nicht alle, nur ein oder zwei. Bei diesen seien Notizzettel mit Name und Adresse des Angerufenen gefunden worden. Es werde daher vermutet, dass der Angerufene Opfer eines bevorstehenden Einbruchs werden wird. Die Polizei könne nun die Wertsachen sichern. In allen Varianten wird laut Mitteilung auch die Verquickung mit einem kriminellen Bankmitarbeiter geschildert, sodass auch auf der Bank das Geld nicht sicher sei, wie es heißt.

Das rät die Polizei

Niemals forderten echte Polizisten Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände, um Ermittlungen durchzuführen oder Vermögen zu schützen, informiert die Polizei. Die am Telefon angezeigte Nummer sollte nicht zurückgerufen werden, sondern der Notruf 110. Der Angerufene solle den Telefonhörer auflegen, sobald der Gesprächspartner Geld fordere. Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen sollten niemals preisgegeben, und Geld nie an unbekannte Personen übergeben werden. Wem ein Anruf verdächtig vorkommt, solle sich umgehend unter der 110 an die Polizei wenden.

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Erstellt:
27. April 2020, 15:53 Uhr
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