„Baumfenster“ erhält endgültigen Standplatz

Baden-Baden (fvo) - Das „Baumfenster“ in Baden-Baden hat seinen endgültigen Standort erhalten: Das Natur-Kunstwerk steht von nun an auf dem früheren Kleingolfplatz beim Bertholdbad.

Fenster mit Aussicht: Karl Manfred Rennertz präsentiert sein Kunstwerk in neuer Umgebung. Foto: Franz Vollmer/BT

Fenster mit Aussicht: Karl Manfred Rennertz präsentiert sein Kunstwerk in neuer Umgebung. Foto: Franz Vollmer/BT

Von Franz Vollmer

So wirklich lässt sich der Punkt nie genau ausmachen, wann sich so ein Natur-Kunstwerk wie jener Mammutbaum-Torso in der Lichtentaler Allee in ein reines Kunstwerk verwandelt. Fest steht nur, dass beim Baumfenster die Verwandlung nun endgültig vollzogen ist. Das beliebte Fotomotiv hat seit gestern seinen festen Platz, um nicht zu sagen seine „letzte Ruhestätte“ gefunden – auf dem ehemaligen Kleingolfplatz zwischen Bertholdstraße und Tennisanlage Rot-Weiss. Von Grabesstimmung war bei der Installierung aber nichts zu spüren.

„Ich denke, da ist wirklich eine tolle Metamorphose zum Kunstobjekt gelungen“, zeigte sich Gartenamtschef Markus Brunsing glücklich mit dem neuen Standort. Die Installation per Telekran war nach der Zerteilung des Baumes und Neupflanzung des Nachfolgers Ende März am Ursprungsplatz in der Nähe des Museums Frieder Burda quasi der dritte Akt. Auch für Künstler Karl Manfred Rennertz ist es „erst jetzt eine richtige Skulptur“. Der Transformationsakt vom Baum, per se ja stets eine Immobilie, zur Skulptur, die nun „wie ein Möbelstück den Park gestaltet“, sei immer ein magischer Moment, der ihn „mit Energie erfüllt“.

Magisch ist insbesondere die Perspektive, gewährt doch der 2,70 Meter hohe Schlitz freie Sicht gen Westen in Richtung Steinbrunnen mit Wasserfontäne vor dem LA 8 – und der ist immerhin stolze 500 Meter entfernt.

Um das sechs Meter hohe Monstrum zu fixieren, wurde es mit einem Betonfundament unterfüttert. Zur weiteren Stabilität wurde in die Mitte des Stammes ein fußballgroßer Hohlraum im Stile einer Zahnfüllung gebohrt, der mit Flüssigbeton verfüllt wurde und Verbindung zum Fundament herstellt.

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Erstellt:
24. April 2020, 09:20 Uhr
Lesedauer:
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