Baden-Badener „Pfadfinderprozess“ auf Zielgeraden

Baden-Baden (nof) – Der spektakuläre „Pfadfinderprozess“ steuert auf sein Ende zu. Am 29. Dezember könnten die Plädoyers gehalten werden.

Im Pfadfinderprozess könnte noch dieses Jahr ein Urteil gefällt werden.  Foto: Nico Fricke

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Im Pfadfinderprozess könnte noch dieses Jahr ein Urteil gefällt werden. Foto: Nico Fricke

Von Nico Fricke

Es dürfte ein, wenn nicht das entscheidende Mosaiksteinchen bei der Frage nach Verurteilung oder Freispruch im „Pfadfinderprozess“ sein: das Gutachten, das die Glaubwürdigkeit der Frau einschätzen soll, die den spektakulären Prozess vor dem Landgericht Baden-Baden mit ihrer Anzeige ins Rollen gebracht hat. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die heute 44-Jährige in ihrer Kindheit auf Anordnung des nun Angeklagten von einer Gruppe junger Pfadfinder vergewaltigt worden ist. Mehr als 30 Jahre liegt der Fall zurück, der erst vor knapp zwei Jahren zur Anzeige gebracht wurde und polizeiliche Ermittlungen in Gang gesetzt hat. Im Rahmen einer Traumatherapie soll sich die Frau an die Tat im Keller der Pfadfinderräumlichkeiten in der Baden-Badener Scheibenstraße erinnert haben. Mögliche Tatausführende blieben im Dunkeln, nicht aber die Erinnerung an die Anstiftung zur Vergewaltigung durch den damaligen Leiter der Pfadfindergruppe, einem heute 64-jährigen Rentner. Dessen Verteidiger zweifelte naturgemäß die Glaubwürdigkeit der Aussage der als Nebenklägerin auftretenden Frau an. Ein Gutachten sollte nun Aufschluss geben.

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Erstellt:
10. Dezember 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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