Baden-Badener OB Mergen verabschiedet

Von Von unserem Mitarbeiter Michael Rudolphi

Baden-Baden (BT) – Trotz der Niederlage bei der OB-Wahl ist Baden-Badens scheidende Oberbürgermeisterin Margret Mergen mit sich im Reinen. Bei ihrer Verabschiedung zieht sie eine Erfolgsbilanz.

Baden-Badener OB Mergen verabschiedet

Blumen zum Abschied: Bürgermeister Alexander Uhlig dankt der scheidenden OB Margret Mergen für deren Einsatz zum Wohl der Stadt. Foto: Bernhard Margull

Vielleicht klappt es ja nach ihrer Amtszeit, dass Baden-Badens OB Margret Mergen (CDU) Papst Franziskus zu einem Kaffee-Plausch trifft. Die scheidende Rathauschefin wünscht sich schon lange, sich bei einer Tasse Kaffee mit dem Kirchen-Oberhaupt zu unterhalten.

Das weiß auch der Rastatter Landrat Christian Dusch (CDU), der Mergen bei deren offizieller Verabschiedung im Kurhaus die Daumen drückt, dass die päpstliche Kaffee-Stunde der künftigen Ex-OB zumindest nicht mehr an einem vollen Terminkalender scheitert.

Landrat Christian Dusch lobt die Kooperation

Landkreis Rastatt und Stadt Baden-Baden – für Dusch ist das ein besonderes Verhältnis. Mergen sei es immer wichtig gewesen, die Kooperation voranzutreiben – etwa bei der Frage nach einem geeigneten Standort für die geplante Zentralklinik des Klinikums Mittelbaden. Mergen habe immer über den Tellerrand hinaus geschaut, sagt Bürgermeister Alexander Uhlig (parteilos). Ihre Verantwortung für die kleine Stadt, in der die ganze Welt zu Hause sei, habe schier ins Unendliche gereicht.

CDU-Stadtrat Klaus Bloedt-Werner und Doris Forcher, die Vorsitzende des Personalrats, würdigen den Einsatz der OB für den Gemeinderat und die rund 1.100 städtischen Beschäftigten.

So viel kommunales Engagement lässt bei Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) nur einen Schluss zu: Für Mergen sei der Beruf der Oberbürgermeisterin mehr als einfach nur ein Job gewesen: „Sie hat mit Herzblut für Baden-Baden gearbeitet.“

Mergens acht Jahre an der Oos seien geprägt gewesen von Verantwortung, Pflichtbewusstsein und unermüdlichem Einsatz. Die OB habe Baden-Baden vorangebracht, was etwa die Auszeichnung als Unesco-Welterbe belege.

Margret Mergen startet in eine neue Lebensphase

Mergen spielt diesen Ball zurück und betont, Stadt und Land seien aufs Engste miteinander verbunden. Deshalb sei es ihr wichtig gewesen, die sogenannten BKV-Verträge über die Zuschüsse aus Stuttgart bis 2030 zu verlängern. Nach der Enttäuschung über die Niederlage bei der OB-Wahl gehe sie im Reinen in eine neue Lebensphase.

Ihre Erfolgsbilanz könne sich sehen lassen. „Mein Nachfolger findet ein gut bestelltes Feld vor und kann darauf aufbauen“, sagt Mergen. Nach über 35 Jahren in der kommunalen Familie freue sie sich jetzt auf mehr Zeit mit ihrer eigenen Familie.