Baden-Baden: Gefahren für Kindeswohl

Baden-Baden (nof) – Die Zahl der Meldungen über mutmaßliche Kindeswohlgefährdungen – durch Vernachlässigung oder gar Misshandlung – hat in Baden-Baden im vergangenen Jahr zugenommen.

In 112 Fällen hat der Allgemeine Soziale Dienst in Baden-Baden im vergangenen Jahr eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls überprüft. Foto: Nicolas Armer/dpa

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In 112 Fällen hat der Allgemeine Soziale Dienst in Baden-Baden im vergangenen Jahr eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls überprüft. Foto: Nicolas Armer/dpa

Von BT-Redakteur Nico Fricke

2020 wurden von den Mitarbeitern des Allgemeinen Sozialen Diensts (ASD) 112 Gefährdungseinschätzungen vorgenommen: Das ist ein Anstieg von 16 Prozent gegenüber 2015.
Bei der Überprüfung des ASD im Zusammenwirken mit einer Kinderschutzfachkraft wurden 36 „latente Kindeswohlgefährdungen“ und 31 „akute Kindeswohlgefährdungen“ festgestellt. In 45 Fällen habe der geäußerte Verdacht einer Kindeswohlgefährdung sich nicht bestätigt. Von den 67 Kindern und Jugendlichen aus Baden-Baden, bei denen kindeswohlgefährdende Aspekte festgestellt wurden, wiesen 33 Kinder Anzeichen von Vernachlässigung auf. Nahezu ebenso häufig wurden Hinweise auf psychische Misshandlung – beispielsweise in Form von Demütigungen, Einschüchterungen, Isolierung und emotionaler Kälte – vorgefunden.

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Erstellt:
26. Oktober 2021, 09:30 Uhr
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