Ansturm auf das Sozialticket

Baden-Baden (hez) – Seit 1. März können Bedürftige durch das Sozialticket verbilligte Monats- und Jahreskarten für den öffentlichen Nahverkehr in Baden-Baden bekommen.

Die Anträge auf Ausstellung eines Sozialtickets können schnell bearbeitet werden.Foto: Zorn

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Die Anträge auf Ausstellung eines Sozialtickets können schnell bearbeitet werden.Foto: Zorn

Von Henning Zorn

Einen großen Ansturm auf das am 1. März eingeführte Sozialticket in Baden-Baden verzeichnet die Stadtverwaltung.
Lange habe man darüber nachgedacht, wie sich die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Bedürftige verbilligen lasse, sagte Oberbürgermeisterin Margret Mergen gestern in einem Pressegespräch. Dabei sei es vor allem darum gegangen, was vertretbar und was angesichts eines gesamten Zuschussbedarfs für den öffentlichen Nahverkehr an der Oos von 5,5 Millionen Euro finanziell machbar ist.

Das nun nach einem Gemeinderatsbeschluss eingeführte Sozialticket kann in Anspruch genommen werden von:

Alleinerziehenden, die Leistungen des Jobcenters (SGB II) erhalten, und ihren Kindern.

Alleinerziehenden, die Wohngeld erhalten, und ihren Kindern.

Einwohnern im Alter von mehr als 60 Jahren, die Wohngeld erhalten.

Bezieher von Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung oder von Hilfe zum Lebensunterhalt.

Das Sozialticket verbilligt wahlweise die 9-Uhr-Monatskarte, die Schüler-/Ausbildungsmonatskarte, die Scool-Card, die Abo-Fix-Jahreskarte oder die Jahreskarte ab 65 Jahre um 20 Euro je Monat. Eine Antragstellung ist möglich im Kundenzentrum des Fachbereichs Bildung und Soziales (Gewerbepark Cité) sowie in den Bürgerbüros am Jesuitenplatz und in der Briegelackerstraße.

Dabei müssen die Interessenten einen Leistungsbescheid als Nachweis ihrer Berechtigung für das Sozialticket mitbringen und erklären, für welche Fahrkartenart sie die Vergünstigung haben wollen. Liegen alle Unterlagen vor, kann die Bearbeitung sehr schnell erfolgen.

Die Antragsteller bekommen dann den oder die Berechtigungsscheine, die allerdings noch keine Fahrscheine sind. Vielmehr kann man mit den Berechtigungen die ausgewählte Ticketart mit der Ermäßigung im KVV-Kundenzentrum am Augustaplatz bekommen.

Im gestrigen Pressegespräch betonte die Stadtverwaltung mehrfach, dass das Sozialticket nicht für Einzelfahrscheine gilt. Ebenso dürfen die Fahrkarten nicht auf andere Personen übertragen werden.

In den ersten drei Tagen wurde die Verwaltung nach Angaben von Fachgebietsleiter Frank Hodapp mit immerhin 231 Anträgen auf Ausstellung des Sozialtickets geradezu „zugeschüttet“.

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Erstellt:
5. März 2020, 22:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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